Skandal: Satiriker verunglimpft bekanntes Dating-Portal

Jetzt hat’s auch den TV-Spot von Fremdgehen69 erwischt! Vor Oliver Kalkofes Mattscheibe Rekalked ist nichts sicher, was über die Flachbildschirme der Nation flimmert. Aber dass es in Folge 76 der Satire-Sendung ausgerechnet den Werbespot von Fremdgehen69 trifft, ist schon fast eine Ehre für das Seitensprungportal.

Oliver Kalkofe
Oliver Kalkofe in seiner Sendung Kalkofes Mattscheibe Rekalked, Tele5 / Rat Pack Filmproduktion

Zugegeben: Die Werbung der Dating Plattform für geplante Ausrutscher ist ganz schön schräg. Da singt ein bärtiger, volltätowierten Hipster in Lederjacke vor seinem Badezimmerspiegel „Fremdgehen69“ vor sich hin, während er seinen Look überprüft. In der nächsten Einstellung hüpft eine kesse Brünette oben ohne ebenfalls vor ihrem Badezimmerspiegel rum und trällert aufgekratzt „Fremdgehen69“.

Oliver Kalkofe
Oliver Kalkofe in seiner Sendung Kalkofes Mattscheibe Rekalked, Tele5 / Rat Pack Filmproduktion

Und dann kommt das Überraschungsmoment: Plötzlich steht der Hipster hinter der heißen Dame im Bad und zieht sie zu sich ran, um der Erschrockenen einen Kuss zu geben. Offensichtlich haben sich die beiden über das Portal zu einem Seitensprung verabredet. Und der passiert nun gleich an Ort und Stelle, denn in der letzten Szene lässt sich das Pärchen einfach beim wilden Knutschen auf den Boden sinken. Da wird nicht mehr viel gequatscht, da geht es einfach gleich zur Sache.

In flagranti erwischt von Oliver Kalkofe

Nachdem die beiden Fremdgeher aus dem original Clip abgetaucht sind, taucht Komiker Oliver Kalkhofe in seiner Satire des Werbespots auf und wischt sich noch kurz lüstern mit der Hand über die Lippen, als hätte er gerade beim flotten Dreier mitgemacht. Im Hintergrund geht’s schon ordentlich zur Sache, was den Zuschauern das Stöhnen aus dem Off verrät. Was Kalkofe dann vom Stapel lässt, klingt beinahe nach Poetry Slam. Kleine Kostprobe? „Und während es sich unser läusebärtiger Lederjacken-Rübezahl mit seiner zappelnden Kleidungsallergikerin auf dem kuschelig gekachelten Scheißhausboden bei einem romantischen Fliesenfick gemütlich macht, fragen wir untervögelten Zuschauer uns gerade: What the fuck will uns diese Werbung eigentlich sagen?“ Dafür hätte er definitiv den ersten Preis verdient beim nächsten Dichterwettstreit.

Und was will uns diese Werbung jetzt genau sagen?

Wahrscheinlich, dass ein Seitensprung mittlerweile keine absolut tabuisierte Sache mehr ist, sondern der „freundliche Fremdvögler“, wie ihn Kalkofe betitelt, heute schon Dein Nachbar sein kann. Zuletzt entlarvt der Komiker dann auch die „Restmoral“ der privaten Fernsehsender als überholt, denn ganz offensichtlich läuft der Clip ja doch zur nächtlichen Sendezeit. Und Kult ist der Werbespot bereits allemal, wie dieses Fan-Video verrät:

Na ja, und er hier übt besser noch mal ein bisschen… Ein angesagter Rauschebart macht nicht gleich jeden zum sexy Fremdgeher, oder?